Wann macht es Sinn Wingfield in mein Training zu integrieren? Wo helfen mir die Tools in der täglichen Arbeit mit meinen Spielern weiter? Und welche Möglichkeiten habe ich überhaupt? Fünf Trainer berichten, wie sie Wingfield nutzen und ihr Training auf ein neues Level gehoben haben.

Neue Möglichkeiten im Match Training

Patrick Kur
Tennis Elite

“Zur Vorbereitung auf anstehende Turniere versuchen wir regelmäßig Match-Situationen in das Training zu integrieren. Hierbei achten wir einerseits natürlich darauf, ob bestimmte Trainingsinhalte auch im Match umgesetzt werden, andererseits aber auch auf Dinge wie Shot Selection in bestimmten Match-Situationen oder das Verhalten der Spieler im Match.

Um nach dem Spiel strukturierte Rückmeldung geben zu können und die Spieler nicht aus dem Match zu reißen, musste ich bisher das ganze Spiel über am Rand stehen und mir kritische Situationen merken oder notieren. Nach dem Spiel waren die entsprechenden Situationen oftmals dann schon wieder so weit weg, dass ich mir das Feedback auch hätte sparen können.

Mittlerweile gucken wir uns die Matches gemeinsam im Nachgang in der Wingfield App an, wobei ich super auf kritische Situationen eingehen kann. So haben die Spieler neben meinem Feedback direkt auch die visuelle Rückmeldung und können noch besser an Fehlern arbeiten. Die Möglichkeit im Videoplayer von Punkt zu Punkt oder zu bestimmten Spielständen springen zu können, vereinfacht die Analyse ungemein.

Da sich die Spieler zum Match einfach nur auf dem Smart Court einchecken müssen, brauche ich nicht mehr zwingend daneben stehen, sondern kann währenddessen Übungen mit anderen Spielern auf dem Nebenplatz machen.”

Rückschlüsse aus den Match-Statistiken

Stefan Seifert
(ATP Career High 228)

“Für mich sind die Match-Statistiken enorm wertvoll, wenn es darum geht das Training zu steuern und Schwerpunkte möglicherweise neu zu setzen. Zeichnet sich beispielsweise in den Statistiken über mehrere Matches hinweg ab, dass mein Spieler vielleicht eher dazu tendiert kurze Rallies für sich zu entscheiden, bei den längeren Ballwechseln jedoch oftmals den Kürzeren zieht, weiß ich als Trainer wo ich in Zukunft ansetzen kann.

Besonders interessant wird es für mich gerade dann, wenn sich über die Zeit hinweg bestimmte Muster abzeichnen, auf die ich dann im Training eingehen kann. Ich sage meinen Spielern daher, dass sie sich auch außerhalb unserer gemeinsamen Stunden so oft es geht an der Wingfield Box einchecken sollen.”

Videoanalyse in der Technikvermittlung

Jaan Brunken
Gründer Wingfield
(ATP Career High 469)

“Ich nutze Wingfield häufig, um Feedback in der Technikschulung visuell zu unterstützen. Dies kann gerade in der Arbeit mit Kindern und Anfängern oftmals auch schon bei kleinen Tipps enorm helfen. Werfen die Kids den Ball beim Aufschlag zu weit nach links anstatt auf “Halb Eins”? Setzt der Spieler beim Return den Split-Step nach Vorne oder nach Hinten? Wo spielt er den Return überhaupt? Und wie stehen die Spieler bei Schlägen an die Grundlinie zum Ball?

Hat man noch keine ausgeprägte Selbstwahrnehmung hinsichtlich seines Tennisspiels entwickelt, helfen Bilder einfach oftmals mehr als tausend Worte. Und Korrekturen werden erst so richtig klar, wenn man sie anhand einer Zeitlupe erklären kann.

Wie schön es sein kann, jederzeit Teile seiner Trainingssession noch einmal im Video anschauen zu können, merke ich insbesondere immer dann, wenn wir mit den nicht-tennisspielenden Team-Mitgliedern von Wingfield auf dem Platz stehen. Da können auch schnell mal vermeintliche Kleinigkeiten für Gesprächsstoff im Büro sorgen, die man vorher wahrscheinlich nicht auf Abruf in der Hosentasche gehabt hätte.”

Platzierungsanalyse

Jakub Zahlava
Sportdirektor
T.W.A. Stuttgart
(ATP Career High 194)

“Wenn wir im Training an der Schlaggenauigkeit unserer Spieler arbeiten, nutzen wir gerne die Platzierungsanalyse als unterstützendes Tool. Zum Einen können wir direkt im Anschluss an eine Übung durch die genauen Ballplatzierungen kontrollieren, ob und inwiefern die jeweiligen Zielsetzungen erreicht wurden. Zum anderen können wir auf lange Sicht anhand harter Fakten ausmachen, ob sich ein Trainingsfortschritt abzeichnet.

Auch in der Arbeit mit Anna (Zaja, WTA Carreer High 187) nutze ich Wingfield, wenn wir an der Verbesserung ihrer Schlaggenauigkeit arbeiten. In der Vorbereitung auf die Australian Open lag bei uns im Training beispielsweise der Fokus auf ihrer Spieleröffnung. Im Anschluss an eine Übungen gemeinsam mit ihr analysieren zu können, wie sie jeden einzelnen Schlag platziert hat und diese Daten auch noch im Kontext weiterer Statistiken – wie der Schlaggeschwindigkeit – betrachten zu können, bietet ganz neue Möglichkeiten des Coachings. Wenn du zudem schwarz auf weiß in deiner App siehst, dass sich deine Präzision in der Spieleröffnung mehr und mehr verbessert, gehst du natürlich auch noch mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein in solch ein Turnier.”

Status Quo Analyse

Kerim Sijercic
Tenniscenter Stainz, Österreich

“Um das Training optimal auszurichten, führe ich zu Beginn einer Zusammenarbeit mit einem Spieler eine umfängliche Analyse seiner Spielstärke durch. Wingfield liefert mir – zusätzlich zu meinen subjektiven Eindrücken – die harten Fakten. Wir identifizieren Stärken und Schwächen und setzen dementsprechend die Trainingsschwerpunkte.

Im Rahmen festgelegter Referenzübungen führen wir ab da in regelmäßigen Abständen Bestandsaufnahmen durch, anhand derer wir die Leistungsentwicklung unserer Spieler festmachen. Ein toller Motivationsschub, wenn die Spieler sehen, dass sich verschiedene Komponenten ihres Spiels, an denen wir gearbeitet haben, verbessern.”